DNR-Statement zur heutigen Auftaktsitzung des "Bündnisses bezahlbarer Wohnraum"
Niebert: "Bezahlbares Wohnen muss nachhaltiges Wohnen sein."

Berlin – Zur heutigen Auftaktsitzung des "Bündnisses bezahlbarer Wohnraum" kommentiert Kai Niebert, Präsident des Umweltdachverbands Deutscher Naturschutzring (DNR):
„Es ist gut, dass Klara Geywitz bezahlbares Wohnen zum zentralen Projekt ihres Ministeriums machen möchte. Dabei muss klar sein: Bezahlbares Wohnen muss nachhaltiges Wohnen sein. Für viele Menschen haben sich die Nebenkosten aufgrund schlechter Gebäudedämmung bereits zu einer zweiten Miete entwickelt. Damit muss Schluss sein.
Jede Wohnung, die wir heute bauen, hat Einfluss darauf, ob wir die Klimakrise stoppen oder weiter anheizen. Deswegen muss jede neue Wohnung klimaneutral sein. Schon heute leiden Städte unter der Klimakrise und gerade einkommensschwache Haushalte unter geringer Wohnqualität an stark belasteten Straßen. Eine zentrale Herausforderung wird deshalb sein, der Verdichtung in unseren Städten mehr Grün, mehr Klimaresilienz und mehr Lebensqualität entgegenzusetzen.
Bezahlbares Wohnen wird sich aber auch nicht dadurch lösen lassen, den Beton künftig einfach effizienter aufs Land zu gießen. Jede Tonne Zement und Stahlbeton, die wir in Neubauten stecken, treibt die CO2-Emissionen und den Ressourcenverbrauch in die Höhe. Wir müssen Städte als lebendige und veränderbare Systeme begreifen: Umbau, Sanierung und die Umnutzung von Bestandsimmobilien sollten – wo immer möglich – Vorrang vor Neubauten haben. Hier liegt mit Abstand das größte Einsparpotenzial. Gleichzeitig müssen wir das Wohnen in Bestandsimmobilien im ländlichen Raum attraktiver machen, um Städte zukünftig nicht zu überfordern.“
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