Auf Spurensuche für die Zukunft

Für das Jugendgeschichtsprojekt „Lost Places“ sucht die Naturfreundejugend Brandenburg Mitstreiter*innen im Alter von 16 bis 25 Jahren. Es geht darum, die Geschichte der NaturFreunde während des Nationalsozialismus zu erforschen.
1933 beschlagnahmten die Nazis in ganz Brandenburg Treffpunkte für Jugendliche, zum Beispiel Vereinshäuser, und nutzten diese in ihrem Sinne um. Viele Vereine und Parteien wurden verboten und enteignet – so auch die NaturFreunde. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begann in Deutschland der Wiederaufbau der Organisation. Die enteigneten Häuser wurden – außer auf dem Gebiet der ehemaligen DDR – zurückgegeben.
Im Projekt „Lost Places“ geht es um Fragen wie: Was geschah in den Häusern? Wie wird heute an NS-Verbrechen erinnert und wie will die Naturfreundejugend das tun?
Denn „nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten“, sagte August Bebel. Den folgenden Generationen eine lebenswerte Welt zu hinterlassen, ist den NaturFreunden ein wichtiges Anliegen. Sie wollen Umweltschutz, soziale Gerechtigkeit und Kultur miteinander in Einklang bringen.
Interessierte, die sich auf Spurensuche zur Geschichte der Organisation nach 1933 begeben wollen, wenden sich an die Naturfreundejugend Brandenburg. Dort wird derzeit ein Team für das Thema zusammengestellt. (mbu)