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Forderung: Keine neuen Wasserkraftwerke in der Erneuerbaren-Richtlinie!
EU-News | 10.02.2023
#Klima und Energie #Wasser und Meere

Forderung: Keine neuen Wasserkraftwerke in der Erneuerbaren-Richtlinie!

Wasserkraftwerk
© AdobeStock/David Klein
Wasserkraftwerk

Die Diskussionen um die Erneuerbare-Energien-Richtlinie ruft Gewässerschutzorganisationen auf den Plan. Sie finden einen weiteren Ausbau von Wasserkraft an Flüssen unverantwortlich.

Forderung: Keine neuen Wasserkraftwerke in der Erneuerbaren-Richtlinie!

Mehr als 100 Nichtregierungsorganisationen haben am 6. Februar die am Trilog beteiligten EU-Institutionen in einem offenen Brief aufgefordert, Europas Flüsse in der überarbeiteten Erneuerbare-Energien-Richtlinie vor dem Einsatz neuer Wasserkraftwerke zu schützen. Wasserkraft müsse aus den Fördergebieten ausgeschlossen werden. Darüber hinaus fehlten Nachhaltigkeitskriterien, die anerkennen, dass die Wasserkraft direkte negative Auswirkungen auf die Süßwasser-Ökosysteme hat. Das europäische Wasserkraftpotenzial sei bereits ausgeschöpft. Neue Wasserkraftwerke würden ohnehin nur einen kleinen Beitrag zur Energiewende leisten und gleichzeitig immense Schäden an unseren Gewässern verursachen. Laut dem Living Planet Report 2022 des WWF seien die Bestände von Süßwasserarten weltweit am stärksten zurückgegangen (83 Prozent), und innerhalb dieser Artengruppe seien die überwachten Wanderfischbestände in Europa im Durchschnitt um 93 Prozent zurückgegangen. Der Trilog am 7. Februar war dann aber geplatzt, weil die Verhandlungsführer des EU-Parlaments sie wegen einer fehlenden Definition von grünem Wasserstoff abgesagt hatten (siehe EU-News 14.02.2023).  [jg]

WWF: Open letter: Counting on new hydropower in Europe is irresponsible.

IGB: Neun Gründe, warum biologische Vielfalt im Süßwasser überlebenswichtig ist

Ein internationales Forschungsteam unter Leitung des US-amerikanischen Climate Adaptation Science Centers und des Leibniz-Instituts für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) zeigt, welche Ökosystemleistungen von der Biodiversität im Süßwasser abhängen. Dabei geht es nicht nur um Speisefische und den Freizeitwert von belebten Gewässern, sondern um Wasserselbstreinigungskräfte, genetische Ressourcen und mehr.

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